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22.10.2015

erstellt von Sonja Dietz

Allgemein

Augmented Reality: Zurück in die Zukunft

Längst hat die Zukunft ihre Schatten voraus geworfen: Smarte Helfer wie Tablets, Smartphone und Co. ebneten den Weg. Nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann intelligente Anwendungen aus dem Bereich der Augmented Reality Einsatz in verschiedenen Arbeitsfeldern finden. Aber sind die Geräte bereits reif für den Alltag? Und: Welche Vorkehrungen müssen getroffen werden? Fragen, auf die der sechste cologne IT summit_ Antworten liefert.

Wir alle wuchsen mit den Zukunftsvisionen von Star Trek und Star Wars auf. Der kurze Gang ins Holo Deck zum Entspannen oder Unterhaltungen mit Gesprächspartnern, die als lebensechte Hologramme mitten in den Raum projiziert wurden, waren fester Bestandteil dieser phantastischen Welten. Doch sind diese Visionen wirklich auf das Reich der Phantasie beschränkt? Eben nicht! Das wird beim sechsten cologne IT summit_ hautnah erlebbar. 

Unter dem Motto „Digitalisierung - von Branchen lernen“ sind erneut Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort, um in verschiedenen Foren und Diskussionspanels miteinander ins konstruktive Gespräch zu kommen. Mitunter geben sie einen Ausblick, inwiefern die Innovationen aus dem Bereich der Augmented Reality schon bald Einfluss haben werden - auf Wirtschaft, Produktion, Industrie und Arbeitswelt. 

Augmented Reality: Willkommen in der Zukunft

Angefragt ist mitunter Alex Stüger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, der dann über das Thema „Augmented Reality in 4.0-Vision“ sprechen wird. Ein hochspannender Vortrag, der selbst bei Brancheninsidern für einige Überraschung sorgen dürfte, wie nah wir inzwischen an die Welt von Käpt’n Kirk, Spock, Yoda und Co herangerückt sind. 

Dabei wird es der Speaker nicht bei der grauen Theorie belassen, sondern praktische Einblicke liefern. Mit im Gepäck hat Microsoft-Chef Stüger hoffentlich das neue Prestigeprodukt seines Hauses: Die Holo Lens. Das ist eine Datenbrille aus dem Bereich Augmented Reality, die im Gegensatz zu früheren Modellen die Realität nicht ausblendet, sondern dank eines halbtransparenten Displays weiterhin sichtbar macht -  ergänzt um virtuelle Elemente. Bildschirme können frei im Raum aufgezogen werden, digitale Post-Its an die Kühlschranktür gepappt werden usw. 

Augmented Reality: Was leiten die neuen Produkte?

Doch all das sind Spielereien im Vergleich zu den Möglichkeiten, die die Technologie in Industrie und Produktion eröffnet. Mit simplen Worten erklärt, legen die Anwendungen der Augmented Reality eine „digitale Schicht“ über die physische Welt: Anmerkungen oder Daten werden genau an der Stelle sichtbar, wo sie relevant sind. Maschinendaten etwa, die im Inneren eines Systems gemessen und auf dem Display vor dem Auge direkt auf die entsprechende Stelle der Maschine projiziert werden. 

Oder: Modellbauer und Ingenieure könnten sich virtuelle Teile riesiger Bauwerke oder Maschinen in 3D in den Raum projizieren. Gemeinsam mit anderen „Billenträgern“ könnten sie daran arbeiten, sie betrachten, drehen, ergänzen, auseinanderbauen, wieder zusammensetzen. Ergänzt um ein Holo Deck würde es mit einer stabilen Datenverbindung nicht nur ortsunabhängig funktionieren, gemeinsam an dem virtuellen Modell zu feilen. 

Augmented Reality: Arbeiten mit Holo-Kollegen

Überdies könnte auch das Hologramm des jeweils anderen in den Raum projiziert werden und darin umherwandern, was den Austausch erheblich erleichtern würde. Unrealistisch ist das keineswegs. Experten der TU Wien haben beispielsweise bereits ein Holo Deck entwickelt. 

Soweit so gut. Doch die neuen Technologien werfen auch grundsätzliche Fragen auf, auf die es bislang noch keine Antworten gibt. Das betrifft etwa den Bereich Gesundheitsmanagement. So zeigte sich in verschiedenen Tests, dass sich nach gewisser Zeit beim Träger der Brillen Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen einstellen können.

Beim Einsatz in der Industrie müssten also Vorkehrungen für den Arbeitsschutz getroffen werden. Eine Betriebsvereinbarung etwa, die regelt, die Brillen nicht länger als eine viertel bis halbe Stunde zu tragen und zwischen jedem Gebrauch angemessene Pausen zu machen. 

Augmented Reality: Und der Datenschutz?

Auch wird es über kurz oder lang Aufgabe der Politik sein, neue Datenschutzrichtlinien zu verabschieden. Denn wer mit einer Datenbrille mit integrierter Kamera auf dem Kopf umherspaziert, hat mannigfache Möglichkeiten, Informationen auszuspionieren. 

Vieles ist also noch offen. Eines dagegen ist sicher: Erste Ideen, Visionen und Umsetzungsmodelle werden beim cologne IT summit_ definitiv zur Sprache kommen. Donnerstag, 28. Januar, in den Räumlichkeiten der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Wir sehen uns!